PG Mainschleife

Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst. Entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger. Herr, lass mich nicht scheitern, denn ich rufe zu dir. (Psalm 31 (30), 10.16.18)

Gemäß einer Untersuchung/ Umfrage springt fast jeder zweite in Deutschland auf eine der vielen Verschwörungstheorien oder unseriöse Informationen zum Corona Virus. Verharmlosung und Sprüche machen sind eng damit verbunden. Im Internet gibt es vielerlei kurze Videos und seitenweise Tipps zum Umgang mit dem Feind und Verfolger Corona - Virus, teilweise natürlich mit „Abzocke“.

Die obenstehenden Verse aus Psalm 31 eröffnen die heutige Liturgie, aktuell wie selten, für uns jedenfalls ungewohnt. Die Angst gibt es schon in viel kleineren harmloseren Situationen in unserem Leben. Und schon da trauen wir uns kaum, diese wahrzunehmen, im Sinne des heiligen Ignatius von Loyola in „liebender Aufmerksamkeit“ anzuschauen und weiter zu schicken, um es bei nächster Gelegenheit wieder anzuschauen und wieder weiter zu schicken.  Bei Exerzitien habe ich das schon öfter geübt, auf dass ich im Alltag wieder dieser Angst vor meinen Feinden und Verfolgern, oft in mir selbst, ausweiche und davonlaufe.

Die Angst vor dem Virus ist schon sehr existentiell, zumal die Unsicherheit, wie es weiter geht und ob ich auch dran komme, sehr groß ist. Es gibt ja keinerlei vernünftige seriöse Prognose. Aber Ähnliches gilt auch für alle anderen Lebenskrisen gerade im zwischenmenschlichen Bereich, die auch in Corona Zeiten weiter bestehen.

Um so wichtiger ist es, dass wir auch diese Angst mit der Methode von Ignatius angehen und darüber sprechen, mit einem Seelsorger, mit einem vertrauten Menschen.

Wenn wir diese unsere Situation für uns ruhig angeschaut haben, können wir diese wie der Psalmbeter auch in das Rufen zu Gott hineinnehmen und dabei Trost und Hilfe erfahren. Der Kopf wird frei, um die sachlich notwendigen Vorkehrungen zu treffen ohne Hamsterkäufe oder sonstige Panikreaktionen.

Sicher geht das nicht beim ersten Mal, so wie wir Exerzitien auch immer wieder neu angehen. Das Leben mit Gott bleibt beweglich und interessant.

In diesem Sinne Ihnen allen eine gute segensreiche Zeit.

Josef Gerspitzer, Pastoraler Mitarbeiter

Zwei Hasen und ein Fuchs

Zwei Hasen sitzen im grünen Gras,                              Holzblocktrommel
da kam ein Fuchs, der gerne Hasen fraß.                    Handtrommel, gerieben

Mutig sprach der eine Has'                                         Holzblocktrommel
zum Fuchs im grünen Gras:

„Weißt du, dass am Sonntag Ostern ist?                     Triangel
Und was passiert, wenn du uns heute frisst?“

Der Fuchs

Bach äußert mit seiner Musik Gefühle. Leiden, Unsicherheit, Unvollkommenheit, Wut, Zorn, sogar das Kreuz erscheinen in seinen Kompositionen. Erfolg zu Lebzeiten hatte er wenig. Erst die Nachkommen haben in J.S.Bach den tiefsinnigen Grübler erkannt. Vor 250 Jahren ist dieser unergründliche thüringische Komponist gestorben. Er ist vergessen worden. Felix Mendelssohn Bartholdy hat ihn mit seiner Passion wiederentdeckt. Seitdem finden Menschen in Bachs Musik erneut Ruhe, Innerlichkeit und Wegweisung zu Gott.

Haben wir uns schon daran gewöhnt? Weniger Menschen sehen. Mit weniger Menschen sprechen können. Kontakte anders und weniger pflegen. Manche Dinge nicht tun müssen. So Vieles nicht tun können. Und dann zu Hause sein. Zum Glück haben wir einen Garten. Was mache ich jetzt!? Ich kann es mit Karl Valentin halten: „Heute besuche ich mich. Hoffentlich bin ich zu Hause!“

Das kirchliche Mittagsgebet, die Sext, sieht für die Fastenzeit folgendes Zitat aus dem Buch des Propheten Ezechiel als Antiphon vor: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.“ (Ez 33,11)

Wie geht es nach der Corona-Krise weiter? In dieser Zeit, in der das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen ist, frage ich mich, was wohl auf die Krise folgen wird. Drehen wir dann einfach die Zeit zurück? Legen wir einen Schalter um und machen einfach weiter wie vor Corona? Ändert sich vielleicht etwas?

In der aktuellen Lage liegt wohl auch die Möglichkeit zur Veränderung. Viele Familien erleben zum Beispiel, dass sie mehr Zeit miteinander verbringen können. Unsere Gesellschaft entschleunigt sich. Einige Menschen nehmen es als Entlastung wahr, dass nicht immer alles unmittelbar zur Verfügung steht. Hier liegt für jede und jeden die Chance, den wahren Charakter der Fastenzeit für sich zu entdecken. Gott ruft uns auf, uns und unser Leben zu hinterfragen: Was belastet mich und mein Leben? Wo bin ich in Schuld verstrickt? Welche Strukturen hemmen mein Leben? Welche Veränderungen muss ich ergreifen, um wieder frei zu sein?

Für den, der umkehren und leben will, stellt weitermachen wie bisher keine Option mehr dar. Ich wünsche uns, dass wir in dieser Zeit den ein oder anderen Punkt zu unserem Besten nachhaltig verändern können. Das macht frei und ermöglicht Leben.

Hendrik Weingärtner

Heute wäre eigentlich der große Jugendgottesdienst mit unserer Kirchenband Taktgefühl und den Firmlingen unserer Pfarreiengemeinschaft St. Urban an der Mainschleife.

Mit einigen Firmmüttern hatten wir den Gottesdienst intensiv vorbereitet mit dem Motto des Misereor-Sonntags „Gib uns Frieden“. Hier hatten wir auch syrische und libanesische Jugendliche im Blick. Hier haben wir wahrgenommen, wie in dem  ständigen Bürgerkrieg bzw. teilweise schon ein oder zwei Jahre danach, je nach Region, schon wieder das „normale“ Leben weitergeht. Dort sagen immer mehr,

Das ist Versöhnung

Heute noch miteinander reden.

Zurückgehen,

das Gespräch von neuem beginnen.

Morgen könnte einer von uns tot,

stumm,

blind,

gelähmt sein.

Heute noch zurückgehen,

noch einmal hören,

sich überwinden,

verzeihen,

das Urteil über einen Menschen aufheben.

Heute noch,

die Sonne wird über zwei Versöhnten untergehen.  (Martin Gutl)

Sr. Maria Raab

Zwischen 1703 und 1714 schreibt Bach die meisten seiner Orgelwerke, im Alter von 18 bis 29 Jahren. In dieser Zeit heiratet Bach im Jahre 1708 seine große erste Liebe, seine Cousine Maria Barbara Bach. 1720 stirbt seine Frau; ein Jahr später ehelicht er seine zweite Frau, die ihn um 10 Jahre überlebt. Bei aller Unruhe, in seinem unsteten Leben, in seinen Streitigkeiten mit der Obrigkeit, in  seiner Verzweiflung über unbegabte Schüler und scheinbar missratene Kinder, blieben ihm zwei wichtige Werte in seinem Leben: Die unerschütterliche Liebe zu seinen Frauen, die ihm wirkliche Partnerinnen waren. Dazu kam sein tiefer, gefühlvoller evangelischer Glaube.

„Kunst aufräumen“ heißt der Bestseller von Ursus Wehrli. (Tolle Bilder dazu gibt es im Internet)

Die Idee dahinter ist, die seltsamsten Szenen, Bilder, Gegebenheiten zu ordnen, zu sortieren.

Wie sinnvoll so ein Sortieren ist, bleibt dahingestellt. Witzig ist es auf jeden Fall! Prima gegen Langeweile und lustig, so etwas einmal auszuprobieren, Eine alte Knopfschachtel nach Farben oder nach Größe sortieren, die Schraubenkiste vom Papa oder

Dieser Satz stammt aus dem Abschnitt über den Sabbat des Matthäusevangeliums. Die Jünger Jesu hatten Hunger, rissen in einem Kornfeld die Ähren ab, aßen und wurden von den Pharisäern wegen des Übertritts des Sabbatgebotes angegriffen. Jesu Antwort gipfelt in dem Satz „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“ (Mt 12,7f).

Der Menschensohn fordert,

Am 24. März 1980, also heute vor 40 Jahren wurde Oscar Romero, der (im Jahr 2015 von Papst Franziskus heiliggesprochene) Erzbischof von San Salvador, ermordet. Romero war ein führender Vertreter der Befreiungstheologie, der Befreiung der Armen von der Unterdrückung und Ausbeutung durch die Besitzenden  in Lateinamerika und sonst in der Welt. Dafür setzte Romero

Im Caritaskalender stand folgendes Zitat:

                                                                      Ein Tröpflein Liebe ist mehr wert,

                                                                      als ein ganzer Sack voll Gold.

                                                                                                                Friedrich von Bodelschwingh

Liebe Kinder,

ich denke da besonders an Euch!

Jetzt ist die Gelegenheit, durch Aufmerksamkeiten die Tage heller werden zu lassen!

Ihr habt da bestimmt ganz viele Ideen.

Gutes Gelingen wünscht 

Sr. Maria   

              vom Hort

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