PG Mainschleife

Lobe den Herrn, meine Seele. So beginnt der Psalm 103. Davon gibt es vielerlei musikalische Bearbeitungen eher betont meditativ oder lebendig und froh mit Kopfstimme und anderen Verzierungen.

Wir beenden heute unsere Reihe „Tagesimpuls“ auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft St. Urban an der Mainschleife. In Sachen Corona gibt es immer mehr Lockerungen und immer mehr Anforderungen im Alltag. Manche haben schon fast wieder ein Gefühl von Normalität.

So tritt das starke Bedürfnis nach geistlichem Zuspruch natürlicherweise wieder etwas in den Hintergrund, alles eben wieder normal.

Also haben wir Grund, Gott den Herrn zu loben und zu danken, jeder in seiner Weise. Dass in unserem Landkreis nur wenige an Corona erkrankt oder gar gestorben sind, ist ein Grund zur Freude. Auch wenn das alles noch nicht endgültig durch ist - die Experten und die Politiker warnen hier zu Recht vor Leichtsinn - ist es doch ein gutes Gefühl.

Der große Mönchsvater Antonius lebte mitten in seiner Mönchsgemeinde am Rande der oberägyptischen Wüste.
Einmal hatte er sein Mönche um sich versammelt, nicht zum Gebet, nicht zur Buße, nicht zum Gottesdienst, sondern einfach zu einem geselligen Beisammensein, zu einem gemütlichen Plausch.
Da kommt ein Jäger vorbei und wundert sich: „Da sieht man es wieder, typisch Mönche, stehen faul herum und arbeiten nicht.“ Antonius kommt mit ihm ins Gespräch und fordert ihn auf, einmal seinen Bogen zu spannen. Der Jäger gehorcht. „Viel zu wenig!“ ruft Antonius, „noch mehr spannen!“ Der Jäger folgt einer zweiten und dritten Aufforderung,

Zum menschlichen Leben gehört das Leid. Bei keinem Menschen verläuft das ganze Leben glatt. Angst zu versagen breitet sich in den Gedanken und Gefühlen aus.

Mancher steigt aus Kirche und Gesellschaft einfach aus, ohne jeden Protest. Hauptsache ich komme mit meiner Ansicht durch, Hauptsache ich kann mich verwirklichen, ohne Rücksicht auf andere.

Leben lohnt sich für viele nur noch, wenn sie gesund und stark sind, wenn sie ihre Meinung sagen und durchsetzen können.
Mit Schmerzen will ich nicht leben, lieber will ich tot sein als behindert leben müssen, meint mancher.

Leid, Krankheit und Tod möchte der eine oder andere von uns möglichst schnell wegschaffen oder von sich fernhalten.

Dem Pfarrer einer Stadt im Süddeutschen fiel ein alter, bescheiden wirkender Mann auf, der jeden Mittag die Kirche betrat und sie kurz darauf wieder verließ. Eines Tages fragte er den Alten, was er denn in der Kirche tue. Der antwortete: „Ich gehe hinein, um zu beten.“ Als der Pfarrer verwundert meinte, er verweile nie lange genug in der Kirche, um wirklich beten zu können, sage der Besucher: „Ich kann kein langes Gebet sprechen, aber ich komme jeden Tag um zwölf und sage: „Jesus, hier ist Johannes.“

Eines Tages musste Johannes ins Krankenhaus. Ärzte und Schwestern stellten bald fest, dass er auf die anderen Patienten einen heilsamen Einfluss hatte.

Es ist schon ein schönes Erlebnis, mit zu erleben, wie in den Weinbergen die Reben immer mehr austreiben, auch wenn durch die Frostnacht am Montag erhebliche Schäden entstanden sind. So ist dieses Erlebnis schon mit Traurigkeit vermischt. Es bleibt das Vertrauen auf Gottes Natur, dass sie wie schon in früheren Jahren zumindest einen Teil der Schäden ausgleichen kann.

Gute Laune machen derzeit bei den meisten Menschen  die aktuellen Corona – Lockerungen, wenn wir den Naturspaziergang wieder mit dem Besuch eines Cafe oder einer Gaststätte verbinden können.  

Wie sind Sie da durchgekommen? Wer war für Sie da? Für wen konnten Sie da sein?

Kleines Glück                              (Karin Stolentzky)

Ich wünsche dir Glück,täglich kleines Glück.

Denn, glaub mir, großes Glück

vergeht oft viel zu schnell.

Ich wünsche dir Glück:

Glück, das man suchen muss

und das du findest, wenn du offen bist.

Manche Menschen verabschieden sich in diesen Tagen von mir mit den Worten: „Bleiben Sie gesund!“ Das ist ein guter Wunsch. Was aber geschieht, wenn irgendjemand weder gesund bleibt noch gesund ist. Die Gesundheit, ein hohes Gut der Menschen, hat sich zum höchsten Wert hochgeschraubt.

Christen denken in diesen Tagen an Christi Auferweckung durch Gott. Gott sucht also das Leben manchmal durch den Tod hindurch. Für mich ist der Tod ein Doppelpunkt, kein Schlusspunkt.

Ich denke besonders an die Liebe zu den Menschen und die Nächstenliebe.

Engel begegnen uns vor allem zur Weihnachtszeit immer und überall. In esoterischen Kreisen haben sie seltsame Bedeutung angenommen. Doch Engel sind mehr als Deko und hilflose Erklärungsversuche.

Engel sind Boten Gottes; Begleiter und Schutz. In der Bibel finden sich viele Hinweise.

Tobit wird auf einer Reise von Raphael begleitet. Der Engel geht mit. Er führt, lenkt und schützt. Er hilft, das richtige zu tun.

In den Psalmen heißt es: Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten (Ps 91) und: Der Engel des Herrn umschirmt die, die ihn ehren, und er befreit sie. (Ps 34)

Es ist tröstlich, sich begleitet und behütet zu wissen. Mein liebstes Engel-Gedicht ist dieses von Rose Ausländer Sie beschreibt in schönen und klaren Worten was Engel für uns sein können:

„Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund“ (Lk 6,45)

Die Osterzeit ist bereits weit fortgeschritten und immer noch hat das Corona-Virus unsere Kirche und unsere Gesellschaft fest im Griff. So fest, dass einige fürchten, die Pandemie schränke öffentliches und kirchliches Leben übermäßig stark ein, mache den gelebten Glauben und dessen Verkündigung unmöglich und verweise die Feier des Glaubens in der Liturgie aus der Öffentlichkeit. Zuletzt hat sich Gerhard Ludwig Kardinal Müller dementsprechend geäußert. So schwer die Zeit gerade für viele Gläubige ist, so kreativ sind die Versuche der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden.

Unsere Kriege 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges

Heute vor 75 Jahren war der Zweite Weltkrieg zu Ende. Sicher haben Sie im Fernsehen in den vergangenen Tagen schon das eine oder andere zu diesem Jahrestag gehört.

Die große Befreiung wurde wohl gar nicht von allen als Befreiung wahrgenommen. Schließlich hatten sich viele nach sechs Jahren Krieg mit diesem Zustand ein Stück weit arrangiert, ihren persönlichen Vorteil gesucht und gefunden und waren auch von Herzen von der nationalen Idee überzeugt.

Dass am Ende bei einem Krieg niemand gewinnen kann, auch wenn er militärisch den Sieg errungen oder - ins Heute übersetzt - die heftige Auseinandersetzung vielleicht mit unfairen Mitteln oder gar Gewalt in der Familie oder in der Arbeit gewonnen hat, muss man auch erst mal annehmen.

Es war im Monat Mai. Fünf Sonnenblumenkerne lagen in meiner Hand. Klein und unscheinbar. Fünf kleine Löcher machte ich in einigem Abstand voneinander in die regenfeuchte Erde. Nun wartete ich voller Spannung.

Nach sechs Tagen etwa erschienen fünf kleine zarte Stängel mit je zwei Blättchen aus dem Erdboden. Langsam wurden die Pflanzen größer und kräftiger. Ich begoss sie öfter und gab ihnen etwas Blumendünger.

Dann begannen die Sommerferien, und wir fuhren für sechs Wochen an die See. Die Sonnenblumen waren jetzt etwa einen Meter hoch. Oben begannen sich schon Blütenknospen zu bilden.

Ich musste die Pflanzen nun sich selbst überlassen.

Herr,

in dieser Woche hat der neu gewählte Stadtrat der Stadt Volkach und aller Ortsteile seine Beratungen und Arbeiten begonnen.

Unsere Kirchen und unsere Gemeinden brauchen ständig neu Renovierung.

Viele Menschen an der Mainschleife versuchen Christ-Sein zu leben.

Unsere kirchlichen Gemeinschaften brauchen ständig Erneuerung, nicht neue Krisen.

­