PG Mainschleife

Die Osterzeit ist in der Kirche die Zeit des Jubelns. Im Hymnus, der für die Vesper vorgesehen ist, wird dies besonders deutlich. Christus wird in Anlehnung an die biblische Erzählung vom Durchzug durch das Rote Meer, die unverzichtbarer Bestandteil jeder Osternacht ist, als Sieger über den Tod und als Retter der Menschen gepriesen.

Was aber ist mit den Menschen die sich diesem Jubel – nicht nur in Zeiten der Krise – nicht anschließen können? Was ist mit denen, die sich mit ihrem Leben schwertun, die mehr Dunkelheit als Licht um sich herum sehen? Was ist mit den Menschen, den gerade jetzt die Möglichkeit und der Ort zum Trauern um einen geliebten Menschen fehlt?

Diesen Menschen muss das kirchliche Bekenntnis von Christus als dem Sieger, der das Dunkel vertreibt, zunächst wie blanker Hohn vorkommen. Ihnen werden die vielen medial vermittelten Angebote der Kirche schwer helfen können.

Wie gehen wir damit um?

 

Hendrik Weingärtner

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