PG Mainschleife

Die wunderbare Theologin und Dichterin Dorothee Sölle schrieb einmal in einem Brief an ihre Enkelkinder:

…Eine von euch, ……, hat einmal beim Besuch einer scheußlichen Kirche, in die wir euch bei Reisen schleppten, trocken gesagt: „Ist kein Gott drin.“ Genau das soll in eurem Leben nicht so sein, es soll „Gott drin sein“, am Meer und in den Wolken, in der Kerze, in der Musik und natürlich in der Liebe.

Jetzt ist Advent, Vorbereitungszeit auf das Christfest, nicht wie gedacht, erhofft oder befürchtet, und in jedem Fall anders als alles, was wir uns hätten vorstellen können.

Dennoch ist es Advent und wir wollen Weihnachten feiern, die Ankunft Gottes in der Welt.

Was brauchte es, damit eine Adventszeit möglich wird, in der „Gott drin ist“?

Wie müsste ein Weihnachtsfest sein, dass im Feiern, im Zusammensein und nun eben auch im Verzicht und in der Distanz „Gott drin“ sein kann.

Mir scheint, wir müssten ihn nur einlassen wollen. Ein freudiges „Herein!“ an Gott – schon ist er drin. In unseren Herzen, in unserem Tun, in unseren Worten und Gesten.

Viel Freude und Mut beim Einladen des Herrn in unsere Welt wünscht

Gaby Wagenhäuser

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