PG Mainschleife

Am heutigen 09.12. begehen die Katholiken der Diözese Würzburg einen adventlichen Heiligen ihres Bistums: den seligen Liborius Wagner. Er hat in schlimmen Zeiten gelebt. Ein gutes miteinander der Konfessionen hat es nicht gegeben. Er hat die evangelischen Kinder in seiner Pfarrei getauft; er hat die toten evangelischen Mitchristen beerdigt. Er war den Menschen zugewandt. Wie immer gibt es Neider.

Schwedische Soldaten haben ihn gequält und schwer misshandelt. Schließlich haben sie ihn in den Main geworfen. Erst im 20. Jahrhundert ist er heiliggesprochen worden.

So könnte dieser Heilige die Menschen der heutigen Zeit lehren mit andersdenkenden Menschen barmherzig umzugehen. Gott ist für alle Mensch geworden in Jesus von Nazaret. ER hat Kranke geheilt, er hat Tote ins Leben zurückgerufen. Advent heißt für Christen nicht tatenlos abzuwarten, was geschieht, sondern höchst aktiv diese Wartezeit zu gestalten: Da könnte ich ein wenig weniger jammern als sonst im Jahr;  da könnte ich trotz der Krankheit heuer zufrieden das Weihnachtsfest angehen, da könnte ich freundliche Gedanken über meine Mitmenschen zulassen. Das Kind ist geboren - und wird wiederkommen am Ende der Zeiten. Darauf kann ich mich bereiten.

Johannes Hofmann, Pfr.  

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