PG Mainschleife

Oft gehen wir zu den Gräbern unserer verstorbenen Angehörigen. Es ist gut, mit ihnen zu sprechen.

Ich kann ihnen meine Sorgen erzählen.

Es ist nicht sinnlos, mich zu entschuldigen, wenn ich Unrecht getan habe oder enttäuscht habe. Dort, wo ich enttäuscht wurde, muss ich nicht anklagen, nicht beschuldigen. Stattdessen bitte ich sie und mich um Verständnis.

Vor allem will ich dankbar sein, dass sie ihr Leben mit mir  geteilt haben.

Der Herr wird ihnen vergelten, was sie Gutes getan haben.

Der Friedhof ein wichtiger Ort, um unseren Verstorbenen nahe sein zu können. Die Fürsorge für das Grab ist Ausdruck dessen, dass unsere Verstorbenen in unseren Herzen bei uns sind. Zu Allerheiligen schmücken wir die Gräber besonders mit Blumen und Kerzen.

Sie sind Zeichen der Auferstehung und erinnern uns, dass unsere Angehörigen jetzt ein neues Leben bei Gott haben.

Wenn wir einander Segen schenken, wenn uns jemand segnet, so sprechen wir uns Gutes zu.

Wir können spüren: Gott ist mit uns an jedem Ort.

So sprechen wir heute den Segen über unsere Gräber von hier aus. Er gilt uns und allen, die uns im Leben und im Tod verbunden sind:

Wir segnen unsere Gräber,

denn der Erde haben wir unsere Toten anvertraut.

Wir segnen unsere Gräber,

sie sind der Ort unserer Erinnerung,

und Zeichen von Beziehung über den Tod hinaus.

Wir segnen unsere Gräber, weil sie uns sagen:

Der Tod ist nicht das Letzte.

Wir segnen unsere Gräber, weil wir glauben,

dass Gott uns alle herausrufen wird aus unserem Tod

und uns ewiges Leben schenkt.

Gott,

sei über uns und segne uns,

sei unter uns und trage uns,

sei neben uns und stärke uns,

sei vor uns und führe uns.

Sei du die Freude, die uns belebt,

die Ruhe, die uns erfüllt,

das Vertrauen, das uns stärkt,

die Liebe, die uns begeistert,

der Mut, der uns beflügelt,

der Trost, der uns umgibt.

Amen

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