PG Mainschleife

Christus hat keine Hände,

nur unsere Hände,

um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße,

nur unsere Füße,

um Menschen auf seinen Weg zu führen.

In diesem Jahr stehen Anfang Mai die Zeichen auf Veränderung. Neben den viel diskutierten Maßnahmen des gesellschaftlichen Shutdowns in der Corona-Krise und der dadurch angestoßenen Veränderungen bis hin zur aktuell geführten Diskussion um deren Zurücknahme, denke ich da auch an die neuen Legislaturperioden der Gemeinde- sowie Stadträte und Kreistage in Bayern. Was sich an beiden Beispielen ablesen lässt, gehört allgemein zur menschlichen Erfahrung, die jede und jeder in seinem Leben macht:

„Kommt Christen kommt zu loben, der Mai ist froh erwacht“. Mit welcher Inbrunst und Freude haben wir Jahr für Jahr dieses schöne Marienlied aus dem Diözesanteil des Gotteslob gesungen. Dieses Jahr ist das alles ganz anders. Wenig Grund zum Frohsein!

Die jetzt möglichen öffentlichen Gottesdienste auch im Freien sind mit vielerlei Auflagen und einem hohen Organisationsaufwand verbunden incl. Anmeldemodalitäten und die Angst vieler Menschen vor jeglichen Zusammenkünften ist auch noch da.

Hast du schon einmal auf einer Wiese gelegen und dabei in die Wolken geschaut?

Manchmal sind es viele kleine Wolkenschäfchen.

Dann wieder sehen sie aus wie dicke weiche Federbetten, in die man sich hineinkuscheln möchte.

Der 1. Mai ist für bayerische Katholiken Maria geweiht, der Patronin, der Schutzfrau von Bayern. Seit dem dreißigjährigen Krieg im 16. Jahrhundert verehren die Bayern die Mutter Gottes als ihre Schutzfrau. Bis vor kurzem haben viele Menschen bei uns der Lust- und Spaßgesellschaft gehuldigt. Von Heute auf Morgen ist vielen Menschen das Feiern vergangen. Ostern erinnert die gläubigen Menschen daran, dass Gott ohne Wenn und Aber auf der Seite des Lebens steht.

Das Kreuz des Jesus Christus

durchkreuzt was ist

und macht alles neu

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

was keiner sagt, das sagt heraus

was keiner denkt, das wagt zu denken

was keiner anfängt, das führt aus

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen

wenn keiner nein sagt, sagt doch nein

„Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast der heiligen Katharina von Siena

das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche

vor Augen gestellt.

Im Dienst an der Kirche

wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer.

Mache auch uns, die wir zu Christus gehören,

bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen,

damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.“ (Tagesgebet zum Fest der Hl. Katharina von Siena)

GrüßGott zusammen,

inzwischen ist nach Ostern auch die Osteroktav und eine weitere Woche zu Ende gegangen. Normalerweise hätten wir seit Montag, 20. April den ganz normalen Wahnsinn oder auch Freude mitten im beruflichen und privaten Alltag mit allen Möglichkeiten.

Dieses Jahr ist alles anders wie sonst. Wir spüren es ja jeden Tag, wir hören und sehen es  mindestens stündlich in allen Medien.

Susanne erwacht! Es ist Sonntag und noch sehr früher Morgen. Die Eltern schlafen noch. Susanne steht auf, wäscht sich und zieht sich an. Leise geht sie in die Küche. Heute ist es schöner Tag, denkt sie, ich werde Mutti eine Freude machen!

Susanne hat schon oft gesehen, wie Kaffee gekocht wird. Sie füllt gemahlenen Kaffee in das Kaffeesieb der Maschine. Ein Filter liegt schon darin. Sie gießt Wasser in den Behälter und drückt auf den Einschalteknopf. Er leuchtet rot auf. Bald blubbert das Wasser über den Kaffee und läuft braun in den Kaffeebehälter. Inzwischen deckt Susanne den Tisch mit Tassen und Frühstückstellern.

Manche Christen reisen ins Heilige Land, um Orte kennenzulernen, an denen Jesus gelebt hat.

Dabei wäre es bei einer solchen Reise von großem Nutzen auch Sitten und Gebräuche zu erfahren und genau anzuschauen.

Die Beduinen am See Genezareth fischen dort noch genauso wie zur Zeit Jesu. Es fischen immer sieben Männer in einem Boot.

Kennen Sie die Glücksfee? Sie ist fröhlich, klein und rund und dafür zuständig, Menschen glücklich zu machen. Sie stammt aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Cornelia Funke – Zeichnungen von Sybille Hein.

Die Glücksfee hat einen ganz schwierigen Fall. Ein kleiner Junge, den so gar nichts freut, ein richtiger Miesepeter. Dei Strategie der Glücksfee ist nicht, den kleinen Nörgler mit den tollsten Dingen zu überhäufen. Sie nimmt ihm vorübergehend die alltäglichen Dinge: Nachtruhe, eine warmes, kuscheliges Bett, den leckeren Frühstückskakao, die Farben…..

Wie der Dichter Friedrich Hölderlin es beschreibt, darf auch unsere Gesellschaft ihr Vertrauen darauf setzen, dass in der aktuellen Gefahr das Rettende wächst. In der Bibel stehen für diese Überzeugung viele Psalmen Pate, in denen der Beter nach der Schilderung seiner ausweglos erscheinenden Situation mit dem Vertrauen auf Gottes Hilfe das Gebet beschließt. Eingebettet in diese alte Tradition sich trotz der scheinbaren Ausweglosigkeit die Hoffnung in Gottes Zuwendung zu setzen, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass das Rettende wächst.

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