PG Mainschleife

Am Karsamstag scheint die Kirche den Atem anzuhalten - nicht nur in diesen besonderen Zeiten, in denen ein Virus die Menschheit scheinbar im Griff hat.

Am Karfreitag begehen Christen den Todestag Jesu, an Ostern feiern wir SEIN unvergängliches Leben.

Der Walnussbaum im Garten ist noch kahl. An einem Ast hat er eine Wunde und aus dieser tropft unablässig. So viel Lebenssaft in diesem Baum! Wird er zu sehr leiden an dieser Wunde? Die Knospen werden jeden Tag praller. Die Blütenstände zeigen sich. Der Baum lebt. Nebenan schimmern die Blüten des Flieders und zeigen schon die Farbe, in der die duftende Pracht bald leuchten wird.

In den letzten Jahren hat die Zahl der vornehmlich jungen Menschen, die sich tätowieren lassen, stark zugenommen. Bei vielen Menschen geht es dabei nicht einfach nur um eine Maßnahme, ihren ungeliebten Körper zu modifizieren und somit zu verschönern oder einem Trend nachzujagen. Im Gegenteil: Viele Tattoos haben eine konkrete Verbindung zu Erinnerungen an geliebte Menschen, zu bedeutungsvollen Ereignissen oder zu wichtigen Bestandteilen des eignen Lebens, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen.

Sie haben sicher schon mal eine Situation erlebt, in der Sie richtig in die Knie gezwungen worden sind, in der Familie, in der Arbeit, in der Nachbarschaft oder durch eine Krankheit.

Aktuell fühlen wir uns alle in die Knie gezwungen. Wir haben dabei keinerlei Ahnung, wie es weitergehen kann. Eigentlich sind alle betroffen, in allen Ländern der Welt.

Wir werden in die Knie gezwungen, ohne dass uns jemand sagen kann, wie und unter welchen Bedingungen wir wieder aufstehen können.

Sie saßen alle am großen Esszimmertisch. Katrin, Mama, Papa, ihr großer Bruder und die alte Tante Martha. Katrin stocherte mit der Gabel in dem Fisch auf ihrem Teller herum.

„Fisch igitt“ knurrte der Bruder. Katrin sagte lieber nichts. Tante Martha sah streng, ja vorwurfsvoll auf die große Fischplatte. Mutter bekam rote Wagen und reichte der Tante schnell die Sauce. Vater lachte. Das fand Katrin vielleicht komisch! Aber heute wagte sie nicht

Herr,

unsere Kirche braucht ständig neu Renovierung.

Viele Menschen an der Mainschleife versuchen

Christ-Sein zu leben.

Unsere kirchliche Gemeinschaft braucht ständig Erneuerung,

Jesus zieht in Jerusalem ein. Er sitzt auf einem Esel. Die Menschen begrüßen ihn mit „Hosianna“ - Rufen und winken ihm mit Palmwedeln zu. Sie legen Kleider vor ihm auf seinen Weg. Sie begrüßen ihn so, wie sie einen König begrüßen würden. Jesus ist ein König.

Was danach geschieht, ist nur schwer auszuhalten. In der Zumutung des Leides kommt Jesus uns Menschen ganz nah. In den Zumutungen des Lebens – auch wie wir sie jetzt erleben – spüren wir die Verbundenheit mit Jesus. Die Nähe des leidenden Gottes gibt uns Kraft, das Schwere in unserem Leben zu tragen.

„Du musst die Menschen mögen!“ – so lautet einer der Grundsätze, den sich der Münchener Pfarrer Rainer Maria Schießler für seinen priesterlichen Dienst zu eigen gemacht hat. So wie Gott sich als ein den Menschen zugewandter, freundlicher und helfender Gott offenbart hat, will auch er den Menschen begegnen. Als Christen sollten wir Gottes Beispiel folgend uns alle diesem Programm für den Umgang mit unseren Mitmenschen anschließen: „Du musst die Menschen mögen!“

Hendrik Weingärtner

Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst. Entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger. Herr, lass mich nicht scheitern, denn ich rufe zu dir. (Psalm 31 (30), 10.16.18)

Gemäß einer Untersuchung/ Umfrage springt fast jeder zweite in Deutschland auf eine der vielen Verschwörungstheorien oder unseriöse Informationen zum Corona Virus. Verharmlosung und Sprüche machen sind eng damit verbunden. Im Internet gibt es vielerlei kurze Videos und seitenweise Tipps zum Umgang mit dem Feind und Verfolger Corona - Virus, teilweise natürlich mit „Abzocke“.

Die obenstehenden Verse aus Psalm 31 eröffnen

Zwei Hasen und ein Fuchs

Zwei Hasen sitzen im grünen Gras,                              Holzblocktrommel
da kam ein Fuchs, der gerne Hasen fraß.                    Handtrommel, gerieben

Mutig sprach der eine Has'                                         Holzblocktrommel
zum Fuchs im grünen Gras:

„Weißt du, dass am Sonntag Ostern ist?                     Triangel
Und was passiert, wenn du uns heute frisst?“

Der Fuchs

Bach äußert mit seiner Musik Gefühle. Leiden, Unsicherheit, Unvollkommenheit, Wut, Zorn, sogar das Kreuz erscheinen in seinen Kompositionen. Erfolg zu Lebzeiten hatte er wenig. Erst die Nachkommen haben in J.S.Bach den tiefsinnigen Grübler erkannt. Vor 250 Jahren ist dieser unergründliche thüringische Komponist gestorben. Er ist vergessen worden. Felix Mendelssohn Bartholdy hat ihn mit seiner Passion wiederentdeckt. Seitdem finden Menschen in Bachs Musik erneut Ruhe, Innerlichkeit und Wegweisung zu Gott.

Haben wir uns schon daran gewöhnt? Weniger Menschen sehen. Mit weniger Menschen sprechen können. Kontakte anders und weniger pflegen. Manche Dinge nicht tun müssen. So Vieles nicht tun können. Und dann zu Hause sein. Zum Glück haben wir einen Garten. Was mache ich jetzt!? Ich kann es mit Karl Valentin halten: „Heute besuche ich mich. Hoffentlich bin ich zu Hause!“

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