PG Mainschleife

Kleines Glück                              (Karin Stolentzky)

Ich wünsche dir Glück,täglich kleines Glück.

Denn, glaub mir, großes Glück

vergeht oft viel zu schnell.

Ich wünsche dir Glück:

Glück, das man suchen muss

und das du findest, wenn du offen bist.

Manche Menschen verabschieden sich in diesen Tagen von mir mit den Worten: „Bleiben Sie gesund!“ Das ist ein guter Wunsch. Was aber geschieht, wenn irgendjemand weder gesund bleibt noch gesund ist. Die Gesundheit, ein hohes Gut der Menschen, hat sich zum höchsten Wert hochgeschraubt.

Christen denken in diesen Tagen an Christi Auferweckung durch Gott. Gott sucht also das Leben manchmal durch den Tod hindurch. Für mich ist der Tod ein Doppelpunkt, kein Schlusspunkt.

Ich denke besonders an die Liebe zu den Menschen und die Nächstenliebe.

Engel begegnen uns vor allem zur Weihnachtszeit immer und überall. In esoterischen Kreisen haben sie seltsame Bedeutung angenommen. Doch Engel sind mehr als Deko und hilflose Erklärungsversuche.

Engel sind Boten Gottes; Begleiter und Schutz. In der Bibel finden sich viele Hinweise.

Tobit wird auf einer Reise von Raphael begleitet. Der Engel geht mit. Er führt, lenkt und schützt. Er hilft, das richtige zu tun.

In den Psalmen heißt es: Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten (Ps 91) und: Der Engel des Herrn umschirmt die, die ihn ehren, und er befreit sie. (Ps 34)

Es ist tröstlich, sich begleitet und behütet zu wissen. Mein liebstes Engel-Gedicht ist dieses von Rose Ausländer Sie beschreibt in schönen und klaren Worten was Engel für uns sein können:

„Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund“ (Lk 6,45)

Die Osterzeit ist bereits weit fortgeschritten und immer noch hat das Corona-Virus unsere Kirche und unsere Gesellschaft fest im Griff. So fest, dass einige fürchten, die Pandemie schränke öffentliches und kirchliches Leben übermäßig stark ein, mache den gelebten Glauben und dessen Verkündigung unmöglich und verweise die Feier des Glaubens in der Liturgie aus der Öffentlichkeit. Zuletzt hat sich Gerhard Ludwig Kardinal Müller dementsprechend geäußert. So schwer die Zeit gerade für viele Gläubige ist, so kreativ sind die Versuche der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden.

Unsere Kriege 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges

Heute vor 75 Jahren war der Zweite Weltkrieg zu Ende. Sicher haben Sie im Fernsehen in den vergangenen Tagen schon das eine oder andere zu diesem Jahrestag gehört.

Die große Befreiung wurde wohl gar nicht von allen als Befreiung wahrgenommen. Schließlich hatten sich viele nach sechs Jahren Krieg mit diesem Zustand ein Stück weit arrangiert, ihren persönlichen Vorteil gesucht und gefunden und waren auch von Herzen von der nationalen Idee überzeugt.

Dass am Ende bei einem Krieg niemand gewinnen kann, auch wenn er militärisch den Sieg errungen oder - ins Heute übersetzt - die heftige Auseinandersetzung vielleicht mit unfairen Mitteln oder gar Gewalt in der Familie oder in der Arbeit gewonnen hat, muss man auch erst mal annehmen.

Es war im Monat Mai. Fünf Sonnenblumenkerne lagen in meiner Hand. Klein und unscheinbar. Fünf kleine Löcher machte ich in einigem Abstand voneinander in die regenfeuchte Erde. Nun wartete ich voller Spannung.

Nach sechs Tagen etwa erschienen fünf kleine zarte Stängel mit je zwei Blättchen aus dem Erdboden. Langsam wurden die Pflanzen größer und kräftiger. Ich begoss sie öfter und gab ihnen etwas Blumendünger.

Dann begannen die Sommerferien, und wir fuhren für sechs Wochen an die See. Die Sonnenblumen waren jetzt etwa einen Meter hoch. Oben begannen sich schon Blütenknospen zu bilden.

Ich musste die Pflanzen nun sich selbst überlassen.

Herr,

in dieser Woche hat der neu gewählte Stadtrat der Stadt Volkach und aller Ortsteile seine Beratungen und Arbeiten begonnen.

Unsere Kirchen und unsere Gemeinden brauchen ständig neu Renovierung.

Viele Menschen an der Mainschleife versuchen Christ-Sein zu leben.

Unsere kirchlichen Gemeinschaften brauchen ständig Erneuerung, nicht neue Krisen.

Christus hat keine Hände,

nur unsere Hände,

um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße,

nur unsere Füße,

um Menschen auf seinen Weg zu führen.

In diesem Jahr stehen Anfang Mai die Zeichen auf Veränderung. Neben den viel diskutierten Maßnahmen des gesellschaftlichen Shutdowns in der Corona-Krise und der dadurch angestoßenen Veränderungen bis hin zur aktuell geführten Diskussion um deren Zurücknahme, denke ich da auch an die neuen Legislaturperioden der Gemeinde- sowie Stadträte und Kreistage in Bayern. Was sich an beiden Beispielen ablesen lässt, gehört allgemein zur menschlichen Erfahrung, die jede und jeder in seinem Leben macht:

„Kommt Christen kommt zu loben, der Mai ist froh erwacht“. Mit welcher Inbrunst und Freude haben wir Jahr für Jahr dieses schöne Marienlied aus dem Diözesanteil des Gotteslob gesungen. Dieses Jahr ist das alles ganz anders. Wenig Grund zum Frohsein!

Die jetzt möglichen öffentlichen Gottesdienste auch im Freien sind mit vielerlei Auflagen und einem hohen Organisationsaufwand verbunden incl. Anmeldemodalitäten und die Angst vieler Menschen vor jeglichen Zusammenkünften ist auch noch da.

Hast du schon einmal auf einer Wiese gelegen und dabei in die Wolken geschaut?

Manchmal sind es viele kleine Wolkenschäfchen.

Dann wieder sehen sie aus wie dicke weiche Federbetten, in die man sich hineinkuscheln möchte.

Der 1. Mai ist für bayerische Katholiken Maria geweiht, der Patronin, der Schutzfrau von Bayern. Seit dem dreißigjährigen Krieg im 16. Jahrhundert verehren die Bayern die Mutter Gottes als ihre Schutzfrau. Bis vor kurzem haben viele Menschen bei uns der Lust- und Spaßgesellschaft gehuldigt. Von Heute auf Morgen ist vielen Menschen das Feiern vergangen. Ostern erinnert die gläubigen Menschen daran, dass Gott ohne Wenn und Aber auf der Seite des Lebens steht.

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