PG Mainschleife

Das kirchliche Mittagsgebet, die Sext, sieht für die Fastenzeit folgendes Zitat aus dem Buch des Propheten Ezechiel als Antiphon vor: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.“ (Ez 33,11)

Wie geht es nach der Corona-Krise weiter? In dieser Zeit, in der das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen ist, frage ich mich, was wohl auf die Krise folgen wird. Drehen wir dann einfach die Zeit zurück? Legen wir einen Schalter um und machen einfach weiter wie vor Corona? Ändert sich vielleicht etwas?

In der aktuellen Lage liegt wohl auch die Möglichkeit zur Veränderung. Viele Familien erleben zum Beispiel, dass sie mehr Zeit miteinander verbringen können. Unsere Gesellschaft entschleunigt sich. Einige Menschen nehmen es als Entlastung wahr, dass nicht immer alles unmittelbar zur Verfügung steht. Hier liegt für jede und jeden die Chance, den wahren Charakter der Fastenzeit für sich zu entdecken. Gott ruft uns auf, uns und unser Leben zu hinterfragen: Was belastet mich und mein Leben? Wo bin ich in Schuld verstrickt? Welche Strukturen hemmen mein Leben? Welche Veränderungen muss ich ergreifen, um wieder frei zu sein?

Für den, der umkehren und leben will, stellt weitermachen wie bisher keine Option mehr dar. Ich wünsche uns, dass wir in dieser Zeit den ein oder anderen Punkt zu unserem Besten nachhaltig verändern können. Das macht frei und ermöglicht Leben.

Hendrik Weingärtner

Heute wäre eigentlich der große Jugendgottesdienst mit unserer Kirchenband Taktgefühl und den Firmlingen unserer Pfarreiengemeinschaft St. Urban an der Mainschleife.

Mit einigen Firmmüttern hatten wir den Gottesdienst intensiv vorbereitet mit dem Motto des Misereor-Sonntags „Gib uns Frieden“. Hier hatten wir auch syrische und libanesische Jugendliche im Blick. Hier haben wir wahrgenommen, wie in dem  ständigen Bürgerkrieg bzw. teilweise schon ein oder zwei Jahre danach, je nach Region, schon wieder das „normale“ Leben weitergeht. Dort sagen immer mehr,

Das ist Versöhnung

Heute noch miteinander reden.

Zurückgehen,

das Gespräch von neuem beginnen.

Morgen könnte einer von uns tot,

stumm,

blind,

gelähmt sein.

Heute noch zurückgehen,

noch einmal hören,

sich überwinden,

verzeihen,

das Urteil über einen Menschen aufheben.

Heute noch,

die Sonne wird über zwei Versöhnten untergehen.  (Martin Gutl)

Sr. Maria Raab

Zwischen 1703 und 1714 schreibt Bach die meisten seiner Orgelwerke, im Alter von 18 bis 29 Jahren. In dieser Zeit heiratet Bach im Jahre 1708 seine große erste Liebe, seine Cousine Maria Barbara Bach. 1720 stirbt seine Frau; ein Jahr später ehelicht er seine zweite Frau, die ihn um 10 Jahre überlebt. Bei aller Unruhe, in seinem unsteten Leben, in seinen Streitigkeiten mit der Obrigkeit, in  seiner Verzweiflung über unbegabte Schüler und scheinbar missratene Kinder, blieben ihm zwei wichtige Werte in seinem Leben: Die unerschütterliche Liebe zu seinen Frauen, die ihm wirkliche Partnerinnen waren. Dazu kam sein tiefer, gefühlvoller evangelischer Glaube.

„Kunst aufräumen“ heißt der Bestseller von Ursus Wehrli. (Tolle Bilder dazu gibt es im Internet)

Die Idee dahinter ist, die seltsamsten Szenen, Bilder, Gegebenheiten zu ordnen, zu sortieren.

Wie sinnvoll so ein Sortieren ist, bleibt dahingestellt. Witzig ist es auf jeden Fall! Prima gegen Langeweile und lustig, so etwas einmal auszuprobieren, Eine alte Knopfschachtel nach Farben oder nach Größe sortieren, die Schraubenkiste vom Papa oder

Dieser Satz stammt aus dem Abschnitt über den Sabbat des Matthäusevangeliums. Die Jünger Jesu hatten Hunger, rissen in einem Kornfeld die Ähren ab, aßen und wurden von den Pharisäern wegen des Übertritts des Sabbatgebotes angegriffen. Jesu Antwort gipfelt in dem Satz „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“ (Mt 12,7f).

Der Menschensohn fordert,

Am 24. März 1980, also heute vor 40 Jahren wurde Oscar Romero, der (im Jahr 2015 von Papst Franziskus heiliggesprochene) Erzbischof von San Salvador, ermordet. Romero war ein führender Vertreter der Befreiungstheologie, der Befreiung der Armen von der Unterdrückung und Ausbeutung durch die Besitzenden  in Lateinamerika und sonst in der Welt. Dafür setzte Romero

Im Caritaskalender stand folgendes Zitat:

                                                                      Ein Tröpflein Liebe ist mehr wert,

                                                                      als ein ganzer Sack voll Gold.

                                                                                                                Friedrich von Bodelschwingh

Liebe Kinder,

ich denke da besonders an Euch!

Jetzt ist die Gelegenheit, durch Aufmerksamkeiten die Tage heller werden zu lassen!

Ihr habt da bestimmt ganz viele Ideen.

Gutes Gelingen wünscht 

Sr. Maria   

              vom Hort

Am 28. Juli 1750 starb der große Johann Sebastian Bach.

Ludwig van Beethoven äußert sich über Bach so: “Nicht Bach, Meer müsste er heißen“. Die Musiker in Leipzig trauern ehrlich um den Kantor an der Thomaskirche.

Freilich war Bach nicht nur beliebt. Der Rat der Stadt Leipzig hatte es sehr eilig einen Nachfolger zu bestimmen.

Wenn ich wachsen möchte, kann ich fragen,

          was durch mich wachsen will.

Wenn ich mich entfalten will, kann ich fragen,

          was ich in dieser Welt entfalten kann.

Wenn ich mich selbst verwirklichen möchte, kann ich fragen,

          wie mein Selbst Wirklichkeit wird.

Wenn ich die Fülle suche, kann ich fragen,

          was durch mich erfüllt werden soll.

Lass deinen Mund stille sein, dann spricht dein Herz.

Lass dein Herz stille sein, dann spricht Gott.

                                                                 aus der Tradition der Kopten

Stille

Es ist ein hoher Anspruch. Es gelingt mir vielleicht, den Mund für eine Weile zu schließen. Im richtigen Moment kann ich dann auch auf mein Herz hören.

Aber wie kann ich mein Herz stille sein lassen? Das braucht viel Übung.

Und doch hilft mir schon die Vorstellung, dass es möglich ist. Schon die Idee, dass diese Durchlässigkeit sein kann, dass ich das Instrument bin - nicht, dass ich spreche und töne - sondern dass das göttliche Geheimnis durch mich hindurch tönen kann.

Gaby Wagenhäuser

Neue Horizonte öffnen sich und machen mich weit.

Frischer Wind zieht ein und lässt mich durchatmen.

Neues Leben bahnt sich Raum und lässt mich blühen.

Mit meinem Gott spring ich über Mauern

                                                             Ute Weiner

Wie oft habe ich mir einen Moment der Stille gewünscht, eine Pause herbeigesehnt. Jetzt ist sie mir gegeben, und sie ist unfreiwillig. Doch welche Überraschung:

Nicht Enge, sondern Weite.

Nicht eingesperrt sein, sondern Freiraum.

Ich nehme es wie ein Geschenk

 Gaby Wagenhäuser

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