PG Mainschleife
Pfarreiengemeinschaft St. Urban an der Mainschleife – Pfarrer Hermann Josef Schöning feiert am 7. Dezember nicht nur seinen 85. Geburtstag.

Heute ist sein 85. Geburtstag. Zehn Jahre wirkt er als Ruhestandspriester bereits mit eigenem Seelsorgeauftrag in Astheim und Fahr und das immer noch aktiv in Bereitschaft zur Mithilfe auch in der übrigen Pfarreiengemeinschaft St. Urban an der Mainschleife. Pfarrer Hermann Josef Schöning kann heute gerade aufgrund seiner humorigen Art viele Gratulanten empfangen. Am Sonntag feiert der Jubilar dann mit der Gemeinde in Astheim in der Pfarrkirche einen Dankgottesdienst. Zahlreiche Gläubige aus dem Umkreis, vor allem aus Fahr, werden dabei sein. Seinen priesterlichen Dienst, so Schöning, habe er immer gern gemacht – bis heute. Schule, Sakramentenspendung und Krankenbesuch waren seine Schwerpunkte in den aktiven Jahren. Jetzt im Ruhestand an der Mainschleife genießt es der Geistliche, seine Predigten „ohne Hetze“ vorbereiten, auch mal etwas ausführlicher nachlesen zu können. Der Priesterdienst sei nach wie vor anerkannt und wichtig für die heutige Zeit. Die Menschen seien sehr dankbar für das Zuhören und den Zuspruch eines Priesters.

Ziel seines Wirkens sei „Mehr beten“. Einige kommen noch in die Gottesdienste. Aber darüber hinaus werde zuhause nur noch kaum gebetet. Im Alltag vieler Menschen sei es aufgrund der vielen beruflichen und privaten Verpflichtungen schwierig, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen. Dennoch möchte Pfarrer Schöning die Gläubigen immer wieder dazu ermutigen. Denn es gehe nicht immer nach oben. Liebe bedeute manchmal auch „Arbeit“. Als Programmsatz für sein Jubiläum formuliert der Geistliche „Mit Freude auf Gott zugehen – die Liebe Gottes gläubig annehmen“.

Geboren wurde Hermann Josef Schöning als der jüngste von drei Geschwistern am 7. Dezember 1933 in Gelsenkirchen. Der Vater war Internist und Chefarzt in einer St. Josefs Hospital in Gelsenkirchen, die Mutter Hausfrau und nebenbei noch als Klavierlehrerin aktiv. Das Gymnasium besuchte Schöning in St. Blasien im Schwarzwald. Das Theologiestudium absolvierte er in Innsbruck und Würzburg. In Würzburg war er auch im Priesterseminar. Zum Priester geweiht wurde der junge Theologe 1960 von Bischof Josef Stangl. Als Kaplan wirkte er in Großwallstadt sowie Aschaffenburg St. Laurentius und Stiftspfarrei. 1966 kam Schöning als Pfarrverweser und später als Pfarrer nach Stadtlauringen, 1976 nach Kleinostheim. 1991 übernahm er die Pfarrei Wiesentheid, bis er 2007 als Ruhestandspriester das leer stehende Pfarrhaus in Astheim mit Leben erfüllte.

Text: Josef Gerspitzer

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